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Ein gutes Stück näher am eigenen Reitzentrum

7000-Euro-Spende von Rösl Bauunternehmen an den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte

Ein eigenes Reitzentrum ist der Traum für die Mitglieder des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte in Regensburg. Mit den 7000 Euro, die als Erlös beim 4. Tag der offenen Tür in der Friedrich-Zeche Regensburg-Dechbetten in die Vereinskasse fließen, „können wir konkret an den Kauf eines Grundstücks gehen“, freut sich die Vorsitzende Christa Weiß.

Rund 10 000 Gäste sind am 20. September in das einzige noch betriebene Bergwerk für Sand-, Gesteins-, Ton- und Braunkohleabbau der Stadt gekommen, um auf Einladung des Betreibers, der Firma Rösl Bauunternehmen GmbH, hinter die Kulissen zu schauen. „Wir wollen mit der Veranstaltung über die Arbeit in einem modernen Zechenbetrieb informieren“, erklärt Geschäftsführer Franz Rösl. Heute wird dort neben dem Rohstoffabbau auch Bauschutt recycelt und Erdaushub, zur Vorbereitung der späteren Nachnutzung, verfüllt.

Auch Abenteuer gab es beim Tag der offenen Tür in der Friedrich-Zeche. Über 1500 Gäste nutzten die Gelegenheit, mit einem der zehn Bagger eigenhändig Erde und Sand umzuschaufeln. Oder mit dem Ausleger eines Minibaggers einen Bolzen in ein nur wenig größeres Rohr zu versenken. „Ich war erstaunt, mit welcher Präzision und Schnelligkeit kleine Mädchen und Buben ohne Vorkenntnisse die schwierige Aufgabe gelöst haben“, berichtet Karl Westhäuser von Volvo Baumaschinen Bayern.

Rund 2.000 Copiloten hat Hans-Peter Landsmann vom gleichnamigen Autohaus in die Mitsubishi-Geländewagen verfrachtet, um ihnen auf dem schwierigen Parcour durch die Zeche zu zeigen, welche Hindernisse die Fahrzeuge meistern. Erstmals stand in der Friedrich-Zeche auch ein richtiger Heißluftballon. Holger Ziems von MAN Truck&Bus Deutschland hat ihn mitgebracht und den glücklichen Gewinnern von drei Sonder-Verlosungsaktionen eine Fahrt der besonderen Art über Regensburg geboten.

Die vielen Gäste in der Friedrich-Zeche und eine stattliche Spende der Firma Rösl haben dazu beigetragen, dass Christa Weiß nun den Scheck über 7000 Euro in Empfang nehmen konnte. 30 bis 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, so Christa Weiß, nehmen an der Therapie mit den Pferden teil. „Für sie ist der Umgang mit den Tieren eine wichtige Erfahrung.“ Um sie kontinuierlich anbieten zu können, hat der Verein drei Pferde und ein Pony angeschafft, die in absehbarer Zeit in eigenen Ställen neben einer Reithalle leben sollen. „Die Kosten müssen wir selbst tragen“, erklärt Christa Weiß. Ohne Spenden ist das nicht möglich. Mit dem vierten Scheck seit 2003 ist der Tag der offenen Tür in der Friedrich-Zeche auch für die Mitglieder des Vereins ein besonderer Tag geworden.