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Leonardit -
jetzt auch und gerade für Heimtiere!

 

Produktdatenblatt

 

Zutaten mit Zusatznutzen, auch funktionale Einzelfuttermittel genannt, werden zunehmend beliebt. Gemäß der Definition von „Einzelfuttermitteln“ in der Europäischen Futtermittelkennzeichnungsverordnung
„dienen diese Erzeugnisse pflanzlichen oder tierischen Ursprungs vorrangig zur Deckung des Ernährungsbedarfs von Tieren“.
Diese inhaltliche Einschränkung macht zugleich deutlich, dass durchaus auch bei Einzelfuttermitteln Funktionen und Eigenschaften bestehen können, die nichts mit dem Ernährungsbedarf direkt zu tun haben.
Genau zu diesen Stoffen, die in der Natur vorkommen und aus uralten Pflanzenablagerungen stammen, gehört Leonardit, der weder Nähr- noch Wirkstoffe im engeren Sinne der klassischen Tierernährung liefert.
Umso erstaunlicher sind seine „Nicht-Nährstoff-Fähigkeiten“. Doch zunächst zu folgender Frage:

Was ist Leonardit?

Bereits seit dem Januar 2013 befindet sich Leonardit im Katalog der Einzelfuttermittel der EU und ist auch weiterhin in der Verordnung 2017/1017 in deren Anhang Teil C unter der Nummer 13.10.2 gelistet.
Unabhängig davon ist er schon lange vor dem genannten Zeitpunkt in Ergänzungsfuttermitteln und in sogenannten Diätfuttermitteln (europäisch neu: Futtermittel für besondere Ernährungszwecke) erfolgreich eingesetzt worden.
Dann endlich hat sich die zuständige Direktion innerhalb der EU-Kommission entschieden, Leonardit als Einzelfuttermittel zu legalisieren und nicht weiter zu diskutieren, ob ggf. ein Zusatzstoff gegeben sein könnte oder Verwendungseinschränkungen vorgenommen werden sollen.
Die aktuelle Definition lautet: „Leonardit ist eine natürlich vorkommende, mineralische Verbindung phenolischer Kohlenwasserstoffe, auch bekannt als Humat, die durch Zersetzung organischer Materie im Laufe von Jahrmillionen entsteht“.
Betrachtet man Aufbau und Ursprung von Leonardit etwas genauer, muss diese vereinfachte Darstellung etwas relativiert bzw. genauer erklärt werden.

„Humate“ sind die natürlichen Salze von Huminsäuren und richtig, Huminsäuren und ihre Salzverbindungen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil von Leonardit.
Er gehört zur großen Gruppe der Huminstoffe, welche außer den genannten Huminsäuren (löslich in alkalischem Milieu, daher auch teillöslich im Darm) auch die weitgehend unerforschten Fulvosäuren und die unlöslichen Humine umfassen.
Auch der in der Offizialbeschreibung der EU zu findende Begriff „mineralische Verbindung“ muss dahingehend ein wenig korrigiert werden, dass Leonardit zu den sogenannten Mineraloiden gehört. Letztere sind mineralähnliche Substanzen, jedoch ohne die klassische Kristallstruktur.
Weiterhin ist echter Leonardit ein jahrmillionenaltes Oxidationsprodukt von Lignit/Xylit, die man als spezifische Braunkohlen kennt. Als wirksame, funktionale Bestandteile des Leonardit stehen eindeutig die Huminsäuren im Vordergrund.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Leonardit aus der Humifizierung von Pflanzen und Hölzern (organische Stoffe) aufgrund biologischer Aktivitäten und im Zusammenhang mit sehr langen geologischen Prozessen entstanden ist.
In seiner organischen Substanz liegt der Huminsäuregehalt zwischen 30 und 68 %.
Neben der Listung als Einzelfuttermittel existieren übrigens offizielle Einordnungen als Bodenhilfsstoff (gemäß Bundesbodenschutzverordnung) und Zulassungen als natürliches Düngemittel, auch zum Einsatz im ökologischen Landbau.
Hier interessieren jedoch in erster Linie die Prozesse, die von Leonardit in lebenden Organismen angestoßen und/oder positiv begleitet werden.
Da Leonardit traditionell auch in der Medizin eingesetzt wurde und wird (sowohl äußerlich als auch innerlich), liegen zahlreiche Studien und Belege für die nachfolgenden Behauptungen und Auslobungsmöglichkeiten vor.

Was kann Leonardit?

Rein physikalisch weist unser Leonardit eine Wasserspeicherfähigkeit von etwa 60 % auf, was zur Regulierung der Feuchtigkeit im Verdauungsbrei (Chymus) beiträgt.
Seine Nährstoff- Speicherkapazität sorgt im verdauungs- und verwertungsaktiven Dünndarm für gleichmäßige Verteilung der Futterinhaltsstoffe.
Im Dickdarm kommt diese Speicherkapazität der Bindung von Abbauprodukten und Schadstoffen zugute und die Darm-Mikrobiologie wird in ihren positiven Teilen gefördert.
Konkret bedeutet dies, dass Schwermetalle, bakterielle Gifte und schädliche, organische Verbindungen fixiert und nach draußen befördert werden können (sog. adsorptive Wirkung).
Gleichzeitig schützen die Huminsäuren die Schleimhäute, wobei diese „leicht zusammenziehende“ (sog. adstringierende) Auskleidungsfunktion mit Säurekontrolle (Pufferwirkung) einhergeht.
Belegt sind auch anti-entzündliche Wirkungen, welche man dann ausloben darf, wenn man Entzündungen nicht als Krankheiten, sondern als Symptome auszulegen bereit ist
(es soll nicht verhehlt werden, dass die ein oder andere Futtermittelkontrollbehörde mit dieser Auslegung ein wenig Probleme hat, fachlich ist dies jedoch in Expertenkreisen unumstritten und belegbar).
Insgesamt steht die Pflege des gesamten Verdauungskanals im Vordergrund der Beiträge von Leonardit zur Tier-Gesunderhaltung. Resistenzbildungen, Nebenwirkungen und unerwünschte Rückstände sind nicht gegeben.
In Studien gibt es deutliche Hinweise darauf, dass indirekt die Verdaulichkeit durch optimierte Nährstoffaufnahme bei idealer Darm-Passagezeit verbessert wird.

Da mehr als 70 % des Immunsystems von Wirbeltieren im Darm lokalisiert (darmgebunden) sind,
gehört Leonardit zu den positiven Immunmodulatoren und steht damit in einer Reihe mit Glucanen, FOS, MOS und bestimmten hochmolekularen Kohlenhydraten (wie z.B. Inulin und andere Fructan-Polysaccharide).

... und die Zieltiere?

Erwartungsgemäß werden Ergänzungsfuttermittel mit Spezial-Zusatznutzen für Hunde und Katzen besonders interessant sein, aber Leonardit passt auch sehr gut in Alleinfuttermittel für die bellenden und miauenden Vierbeiner.
Dort dienen die Huminsäuren der funktionalen Anreicherung Ihrer Grundrezepturen. Selbstverständlich haben auch andere Kleinsäuger wie Frettchen, Kaninchen und alle Nagetier-Spezies auf dieses Einzelfuttermittel zur Einarbeitung in Ihre maßgeschneiderten Artikel geradezu gewartet.
Ob Alltagsfutter für Heim-Ziervögel von Ara bis Zebrafink oder in der Unterstützung der wildlebenden Gefiederten: auch dort gehören wertvolle Huminsäuren in die Ration.
Und selbstverständlich können und sollen auch Heimtiere aus der Aqua- und Terraristik mit Leonardit versorgt werden.

Zur Verarbeitungstechnik

Gezielt aufbereitet und gesiebt, vom feinen Pulver mit 0 - 250 μm bis hin zu Granulierungen nach Ihrer Wahl ist Vieles möglich.
Wegen seiner Hitzebeständigkeit kann Leonardit extrudiert werden (auch in der Co-Extrusion von Snacks), einer Walzentrocknung unterzogen oder in Hochtemperatur-Pellets eingebracht werden.
Die Autoklavierung bei der Hitze- und Druck- Konservierung zur Produktion von Nassfutter-Varietäten wird schadlos überstanden. Erst Recht sind folglich die Einbringung in Tabletten, Pasten, Saucen, Gele, Frostfutter etc. völlig problemlos.
Ob Trocken-, semi-moist- oder Nassfutter in allen nur denkbaren Verpackungseinheiten, überall kann und wird Leonardit seine funktionale Rolle spielen.

Zur Aufwandmenge ein Beispiel:
In einem Ergänzungsfuttermittel, welches Katzen mit ca. 5 g tägl. und Hunden mit Mengen von 10 - 50 g pro Tag (je nach Größe des Hundes) gegeben werden soll,
kann Leonardit durchaus bis zu 25 % der gesamten Futterrezeptur ausmachen.

... made in Germany! Ihr zuverlässiger Leonardit-Lieferant aus Bayern

Als traditioneller Tagebau-Betrieb für Braunkohle-Produkte betreiben wir die Friedrich-Zeche bei Regensburg. Unser Leonardit wird in ausgesuchten Huminstoff-Oxidationshorizonten sorgsam gewonnen und aufbereitet.
Selbstverständlich sind wir ein registrierter Betrieb zur Herstellung des Einzelfuttermittels Leonardit.
Darüber hinaus können wir Dank erweiterter Meldung auch Mischfuttermittel (spezifische Vormischungen mit Leonardit als Hauptbestandteil) zum Einbau in Ihre eigenen Rationen/Rezepturen liefern.
Zuständige Futtermittelkontrollbehörde ist die Regierung Oberbayern, zertifiziert sind wir im QS-System für Futter an der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere.
Nachdem zahlreiche positive Erfahrungen im Nutztierbereich gewonnen worden sind, deren Bestandteile mit erfahrenen Großtier-Praktikern unter den Tierärzten entwickelt worden sind,
haben wir nun unsere Kompetenzen und Einsatzmöglichkeiten unter Zuarbeit externer Sachverständiger für Heimtierernährung weiterentwickelt.

 

  Leonardit...
fördert die Gesundheit von Boden, Pflanze Tier & Mensch
 
  1 kg entspricht ca. 5.000 m2 innere Oberfläche